Inhalationsschulung für Patienten

Rhythmisches, angstfreies Atmen ist wichtig im Leben jedes Menschen. Bei der chronischen obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) ist dieses nicht mehr gegeben. Ursachen wie Nikotinkonsum oder chronische Bronchitis können zu einer solchen Beeinträchtigung der Atemwegsfunktion führen, was mit zunehmender Atemnot einhergeht.

Eine strukturierte Patientenschulung zum Thema Inhalation ist fixer Bestandteil des interdisziplinären Behandlungskonzeptes der stationären pneumologischen Rehabilitation im Rehazentrum Walenstadtberg.
Alle Patientinnen und Patienten, die regelmässig inhalieren, werden zu Beginn ihres Rehabilitations-Aufenthaltes zu einem Schulungstermin eingeladen. Die Schulung, durchgeführt durch die Pflegefachverantwortliche Pneumologie Berta Eberherr, beinhaltet

theoretische Anteile, gefolgt von einer Übungssequenz zur korrekten Inhalation. Die Anatomie der Atemwege und die Wirkung der Medikamente werden vertieft. Weiter

wird auch die korrekte Einnahme, beziehungsweise die Inhalation der Medikamente demonstriert und gemeinsam geübt. Die Schulungssequenz ist so konzipiert, dass auf individuelle Bedürfnisse und Fragen der Teilnehmenden eingegangen werden kann.

«Wir konnten seit dem Start dieser Schulung beobachten, dass Patientinnen und Patienten, auch wenn sie schon lange inhalieren, dies nicht unbedingt korrekt ausführen. Was dazu führt, dass die Wirksamkeit der Medikamente nicht durchgehend gewährleistet ist und

dies negative Auswirkungen auf den Therapieverlauf haben kann. Die Patientenedukation im Rahmen des stationären Rehabilitationsauftrages ist somit sehr wichtig.

Es zeigt sich, dass die Teilnehmenden in den kleinen Gruppen von vier bis sechs Personen, sehr voneinander profitieren. In dem geschützten Rahmen sind die Teilnehmenden

eher dazu bereit sich aktiv zu beteiligen, ihre Fragen zu stellen und auch von den Erfahrungen der Anderen zu lernen», berichtet Berta Eberherr.

 

zurück